Tiefengrundwässer in Vorlandbecken wie dem Steirischen Becken stellen eine wesentliche Ressource für wasserwirtschaftliche Nutzungen dar. Die Anforderungen an die nachhaltige Nutzung als Trinkwasser aber auch ihres geothermischen Potentials nehmen durch stets neue Erschließungen zu. Ihre nachhaltige Bewirtschaftung setzt ein detailliertes Verständnis des geologischen Aufbaus und der stratigraphischen Entwicklung sedimentärer Beckenräume sowie deren hydrogeologische Charakterisierung voraus.
Im Projekt AQUASTRAT wird die stratigraphische Zuordnung geologischer, wasserführender Einheiten im Oststeirischen Becken neu bewertet. Dazu werden vorhandene geologische, hydrogeologische und geophysikalische Untergrunddaten systematisch zusammengeführt und ausgewertet. Bohrkerne, Cuttingproben und geophysikalische Bohrlochmessungen werden analysiert, um Aquifere eindeutig ihrer Entstehungszeit und den jeweiligen Ablagerungsbedingungen zuzuordnen. Ergänzend werden mikro-paläontologische und geochemische Analysen durchgeführt, um die stratigraphische Interpretation zu verifizieren und die räumliche Erstreckung der Einheiten zu erfassen. Das daraus resultierende hochauflösende stratigraphische Modell dient als Grundlage für ein verbessertes hydrogeologisches Modell und somit für zukünftige Anwendungen in der Wasserwirtschaft.
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