Alpine Hydrologie ist jahreszeitlich gekennzeichnet durch eine Schneespeicherung im Winter, gefolgt von einer raschen Schneeschmelze im Frühjahr. Die Wasserführung von Karstsysteme ist äußerst schwer zu charakterisieren, die saisonale Schneeschmelze bietet eine Möglichkeit, die innere Dynamik besser einzugrenzen. Das große Wasservolumen, das in der saisonalen Schneedecke gespeichert ist, trägt eine spezifische Signatur stabiler Wasserisotope, die zum Zeitpunkt des Niederschlags festgelegt wird. Diese Signatur macht stabile Wasserisotope zu einem effektiven natürlichen Tracer, mit dem sich Wasser auf seinem Weg durch ein System verfolgen lässt. Im Verlauf der Saison (vom Schneefall bis zum Einsickern) verändern jedoch Prozesse wie Sublimation und Schmelze die isotopische Zusammensetzung der Schneedecke. Wir wollen herausfinden, welche Prozesse die isotopische Zusammensetzung der saisonalen Schneedecke verändern und welches isotopische Signal das Schmelzwasser schließlich selbst trägt.
Dieses Schmelzwasser speist wiederum die Karstquellen. Unsere Forschung konzentriert sich auf die Etzbach-Quelle im Johnsbachtal, eine komplexe Karstquelle mit mehreren kleineren Austritten. Da wir ein gut bestimmbares Eingangssignal haben – nämlich die isotopische Zusammensetzung der Schneeschmelze –, können wir das Abflussverhalten sowohl der einzelnen Austrittsstellen als auch des gesamten Quellsystems quantifizieren. Unsere Arbeit verbindet daher hochaufgelöste Probenahmen von Schnee und Schmelzwasser im allogenen Einzugsgebiet mit hochaufgelösten Probenahmen direkt an den Karstquellen.
Team
MSc Jasper Lammers
Dipl.-Ing. Dr.rer.nat. Thomas Wagner
Kooperationspartner
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Funding